Sonntag, 13. September 2009

Stammkneipe

Was soll ich sagen?!?
Ich habe jetzt irgendwie meine Stammkneipe hier gefunden. Eigentlich gehen ich immer wenn ich in der Stadt rum hänge in Moes Bar. Es gibt da so ein paar gestalten, die hängen da wirklich IMMER rum. Unter anderen ein Mathematikdoktorand.So ein richtig typischer. Hochwasserhose, verpeilter Blick, etwas abwesend aber eigentlich ganz nett. Naja. Letztens habe ich mich dann doch gewundert, als mich zwei der Stammgäste beim Namen angesprochen haben. Vielleicht sollte ich doch mal weiter ziehen. Aber mit meinem Frisbeekollegen der dort Arbeitet ist das Bier einfach billiger. Außerdem ist es wirklich nett. Und ich weiß schon wo hiner dem Tresen die Erdnüsse stehen. Auch dass ist ein Vorteil, von dem mir erst jetzt aufgefallen ist wie nützlich dass in einer Bar eigentlich ist.
Nachteil bei dem ganzen, ist dass ich aber dadurch leider keine neuen Bars mehr kennen lerne. Dabei gibt es da echt noch ein paar, die mich wirklich interessieren. Aber was der Bauer nicht kennt...

ABER ich kann zumindest mal was über ein paar Biere schreiben. Also....
Heute mal eine wirklich interessante Brauerei: The Green Man

Ich habe es ja schon mal vorher erwähnt. Sie hat einen waschecht deutschen Braumeister. Auch wenn der "Enrico irgendwas" heißt ist er echt deutsch und spricht akzentfrei. Ist erst seit ein paar Jahren hier. Der bleibt seinen Wurzeln auch wirklich treu und braut nur nach dem Reinheitsgebot. Es hat mich wirklich überrascht, wie viele Biere man doch mit dem Reinheitsgebot brauen kann. Jetzt haben die Belgier und Engländer doch keine Ausrede mehr.
Ein Markenzeichen der Brauererei sind wirklich Grelle cover, die immer das gleiche Gesicht zeigen.
Auf dem Bier ist das Kellerbier, das (premium) Pils, und das IPA (imperial pale ale).
Von den dreien ist das Kellerbier mein Favorit. Es hat eine echte Lagernote, etwas süffig, aber trotzdem noch herb genug um echt lecker zu sein. Das IPA ist ein Ale. Ich muss es noch mal probieren um was genaueres sagen zu können.
Pils kenn wir ja alle. Wie irgendwie alle Pilsener hier, hat es diese typische Kräuternote. Es schmeckt fast etwas zitronig. Also nicht wie Radler oder so. Schwer zu beschreiben. Ich finde es trotzdem irgendwie gut.
Ansonsten hat die Brauerrei noch einen Haufen andere Biersorten im Programm. Unter anderen auch ein Bier, dass "Enricos Cure" heißt und 14,4% hat. Angeblich ist es das stärkste, was man mit dem Reinheitsgebot brauen kann. Die Flasche ist allerdings teuer (ca. 15€). Ich werde sie wohl trotzdem mal probieren müssen - aus reiner Neugier.
Soweit so gut erst mal. Ich bin fast die ganze nächste Woche weg. Aber danach gehts mal in die "Inchbar". Keine Ahnung warum die so heißt. Ich versuche das mal heraus zu finden. Sie liegt total auf meinem Heimweg. Ich fahre also jeden Tag daran vorbei.

Bis dann und Gruß
Christoph

PS: Heute war übrigens der erste Tag, an dem es hier wärmer war als in Freiburg. HAHA!!!

Donnerstag, 27. August 2009

Sooo, auf Wunsch des einzigen Lesers der meinen Blog abboniert hat (hallo Kai), hier mal ein paar Videos: Zunächst mal mwas von Tui. Die Bierbesprechung hatten wir ja schon unten.



Noch so was:



So weit so gut,
ich hoffe es gefällt.

Montag, 24. August 2009

Endlich mal wieder.

Halllooooooo,
hier bin ich mal wieder. Wurde auch langsam mal Zeit. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich seit dem letztem Blog wirklich nur in zwei neuen Bars war. Und in der einen davon auch nur 30 min. Irgendwie habe ich mich auf Moes Bar eingeschossen. Ganz abgesehen davon, dass sie wirklich urgemütlich ist, kenne ich mittlerweile zwei Menschen die dort Arbeiten. Also Bier für billig. Naja, aber jetzt zum neuen Barbericht:

Die Albar:
Für ein englischsprachiges Land ist "bar" ja eigentlich kein gängiges Suffix wie bei uns. Da gibt es ja unzählige "Unsichtbars", "Wunderbars" etc. Also ein irgendwie untypischer Name. Für was der Name steht konnte ich auch nicht raus finden. Der Barmensch hatte wirklich keine Ahnung. Aber die Kneipe ist wirklich nett. Gebaut in typischer hisiger billigbauweise geheizt mit diesen Unsäglichen Gasheizern auch schön warm. Naja, zumindest heizen sie ihren Vorhof nicht sinnlos.
Es ist eine echte Bar. Schön urig, Holzsitze, großzügiger Tresen. Die Bierauswahl ist die gängige lokale Auswahl (Emmerson, Speights). Ich bin schon etwas betüddelt dort angekommen, weil ich mih habe überreden lassen den hiesigen Absinth zu probieren. Neuseeland ist eines der vier Länder auf der Welt auf denen es noch original Absinth gibt. Naja, ist sau starkes Zeug aber ansonsten irgendwie auch nur Schnapps. Hat noch nicht mal gut geschmeckt. Und um meinen Opa zu zitieren: "Schnapps!?! ... ... Teufelszeug".
Aber zurück zum Thema. Ist ja schließlich ein Bier und Barblog. Das Publikum ist ziemlich gemischt gewesen. Aber es ist wohl die Stammkneipe der einer kleinen Fußballfangemeinde. Das sind hier ha ziemliche Exoten. Der eine hat mich auch sofort angesprochen als ich mich durch Akzent als Deutschen zu verstehen gegeben habe. Er hatte einen WM Pokal-Ring. Außerdem wusste er wirklich gut über die Bundesliga bescheid. Also wirklich gut. Ich war froh, mich an dem Abend noch mal auf kicker.de geupdated zu habe. Man, das wäre sonst ja peinlich geworden.
Leider wurden wir dann schon relativ früh, also um kurz nach 1 rausgeschmissen. Allerdings gab es vorher noch die obligatorische Glocke für die letzte Runde. Ein schöner Brauch.
Bilder liefer ich dann nach. Meine Handykamera hat den Geist aufgegeben.
Fazit: Schöne, gemütliche Bar mit fußballkundigem Publikum. Leider ca. 40 Minuten Fußweg von zu Hause weg.

Soweit so gut.
Die nächsten Tage schreibe ich nochmal über die "Green Man Brauerei" mit dem deutschen Braumeister.
Grüße
Christoph

Freitag, 17. Juli 2009

Duff Bier bei Moe's Bar

Jaja, hier in Dunedin gibt es nicht nur eine Bar die Moe's heißt, sondern auch eine Winzbrauerei die sich Duff's nennt. Da juckt es mir in den Fingern den Telefonhörer abzunehmen und zu Fragen ob hier jemand Reinsch heist. Aber jetzt erst mal zu der Bar.
Der Titel ist etwas irreführend, weil Moe's kein Duffbier führt. Aber sie ist wirklich super. Falls jemand den Flur von meiner WG in der Dreisamstraße kennt: genau so groß ist die Bar. Sie ist im Endeffekt zwischen zwei Häuser eingequetscht. Den Platz musste man ja irgendwie nutzen. Es gibt auch nur zwei Biere vom Fass. Speights und Monthei's Pilsener. Das Pils ist echt gut. Es ist relativ Herb im Nachgeschmack, aber die Hefe gibt dem ganzen trotzdem eine leckere fruchtige Note. Mir fällt kein deutsches Bier ein, mit dem ich das vergleichen könnte, schmeckt aber trotzdem irgendwie heimisch.
Jetzt aber wieder zurück zu der Bar. Für mehr Fässer wäre unter der Bar gar kein Platz. Aber die Bierauswahl ist ja auch OK. Es gibt auch Eine Kaffeemaschine und Wein und so, aber das interessiert ja keinen hier. So ziemlich die ganze Deckenfläche ist mit Wärmestrahlern ausgestattet. Es ist also angenehm warm, auch ohne Tür. Die gibt es nämlich tatsächlich nicht. Es stehen auch nur ganz wenige kleine Tische herum. Wo will man da auch noch mehr hinstellen? Das ganze ist irgendwie gemütlich schnuckelig. Es ist auf jeden Fall genau die perfekte Kneipe um nach dem Training noch entspannt ein Bier zu trinken. Das einzige WIRKLICHE Problem bei der Bar ist - und ich hoffe, ihr könnte meinen inneren Qualen aus dem Satz heraus lesen - dass die Bedienung absolut kein Pils einschenken kann. Sie haben ja nur diese Pintgläser die ja bis zum Rand gefüllt werden müssen. Das heißt, dass sie mindestens 8 mal den Schaum weg schüttet, bis sie dir das Glas endlich gibt. Und natürlich nichts mit Glas schräg halten oder so. Neee, aus Erfahrung lernen ist ja dooof, da wird weiter der Zapfhahn aufgeknallt, Schaum produziert und weg gegossen. Naja, wie kann man das einer Barfrau denn beibringen. Da tut einem echt das Herz weh. Für Ratschläge bin ich dankbar.
So weit so gut. Über das Duffbier schreibe ich später und Bilder gibt es auch noch.
Gruß
Christoph

Mittwoch, 15. Juli 2009

Wackelbier

Soooo, das war dann das erste Erdbeben, dass ich gespürt habe. Hat hier ganz deutlich gewackelt. Aber keine Angst, nicht so stark, dass Bier verschüttet wurde.
Gute Nacht an alle,
Christoph

Montag, 13. Juli 2009

Tui


Also, wie versprochen das nächste der drei großen Biere:

Fakten/Drumherum: Gebraut wird es irgendwo auf der Nordinsel. Der Name stammt von einem einheimischen Vogel, den man in jedem Wohngebiet hört. Der Vogel hat einen absolut eigenartigen Gesang. Er hört sich ein bisschen an wie ein altes Internetmodem mit Musikausbildung. Am liebsten singen diese Vögel bei Sonnenaufgang genau vor dem Schlafzimmerfenster.
Art: (E)IPA =East Indian Pale Ale
Diese Art von Ales kannte ich schon von meinem Gastbruder aus den USA. Seine Biere waren aber immer unglaublich potent, also mindestens 7% Alkohol. Daher war ich mal gespannt. An sich waren die IPAs auch bekannt für ihren hohen Alkoholgehalt. Der kam daher weil diese Biere in England für die (Ost)indischen Kolonien, also Australien und NZ gebraut wurden und dann auf den Weg in die Kolonien noch Mal ordentlich nachgegoren haben. -Verdammt, sagt man nachgegoren sind oder haben?- Sollte man ja schon wissen für einen Bierblog.

Von hohem Alkoholgehalt kann bei diesem Bier keine Rede sein. Es hat auch nur vier Prozent Alkohol, genau wie die Konkurrenz von Speight's.
Farbe: Hat eigentlich auch eine schöne Karamelfarbe.
Geschmack: Also erst mal riecht es ziemlich süß, fast schon vergoren. Da wurde doch bestimmt mit Zucker beim brauen nachgeholfen. Aber ich finde malzig-süße Biere ja nicht schlimm, mag sie sogar eigentlich. Ist also noch kein Ausschlusskriterium. So nun zum Geschmack: Da lässt sich eigentlich nicht viel zu sagen. Es schmeckt nicht schlecht aber auch nicht berauschend. Es ist wie das Speights ein wohl bekömmliches Partybier. Es hat so gut wie keinen Nachgeschmack. So was kenne ich eigentlich nur von Export. Aber es ist ja angeblich Ale. Dafür spricht auch der schnell zerfallende Schaum. Es schmeckt schon anders als das Speight's, eher noch etwas leichter. Ich bilde mir auch ein, dass die Hefe irgendwie eine würzige Note hat. Aber es fällt in die gleiche Kategorie wie die größte Konkurrenz: leichtes Partybier, sehr bekömmlich, man kann auch mehrere davon trinken ohne "satt" zu werden. Genau wie Speight's ist es aber kein Bier, auf dass ich mich schon Nachmittags freuen würde. Ist halt auch Massenproduktion. Wahrscheinlich würde ein halbes Prozent mehr Alkohol dem Geschmack echt gut tun.
Sonstiges: Das Bier sticht vor allem durch irgendwie sinnlose aber zum Teil auch lustige Werbungen heraus. Überall hängen riesige Plakate mit Messages die man irgendwie irrelevant sind. Für alle die sich mal zu Hause ablenken müssen/wollen, googelt doch mal nach den Werbungen bei der Bilder Suche.
Insgesamt sind sie hier sehr präsent in den Medien, auch im Fernsehen. Spricht also für einen großen Werbeetat.

Sonntag, 12. Juli 2009

The South

Soooo da la, da wäre ich mal wieder.
Ohne große Ausschweifungen (ich bin ja kein Mann vieler Worte) gleich zum nächsten Barbericht:

The South
Art: Tanzbar, Lounge, Studentenabhängladen, tagsüber Mensaersatz.
Insgesamt also eine recht flexible Angelegenheit. Vom Grundkonzept auch echt durchdacht. Es gibt einen recht großzügigen vorderen Barbereich, der sich hinter einem wirklich kleinen, gar nicht so leicht zu findenden, LP ähnlichen Eingang befindet. Danach kommt ein kleiner Innenhof der mit einem riesigen offenen Feuer und gefühlten 150 Wärmestrahlern die Luft wärmer macht als es mein und Katharinas Zimmer in NZ jemals war. Daran anschließend gibt es zwei Tanzräumlichkeiten mit jeweils eigener Bar, in denen unterschiedliche Musik spielt. Einmal was für Zappelphilipps mit Hang zur elektronischen Musik und der zweite Tanzbereich mit so Standard/Pop/Party/Stusibar-ähnlicher Musik.

Bier: Große Auswahl einheimischer Biere die bis 0:00 auch nur 4$ (ca. 2€) kosten. Damit ist es die mit Abstand günstigste Kneipe die ich hier bis her gesehen habe. Es kann aber auch sein, dass es nur an diesem Abend ein Special war. Das gilt es noch raus zu finden. Ab Mitternacht dann kostet das Bier auch nur 7$, was für hiesige Verhältnisse echt ok ist.

Publikum: Kann ich nicht beurteilen. Es war eine Studentenparty für alle internationalen Studenten. Da ca. 4/5 aller internationalen Studenten allerdings aus den USA kommen, war das Publikum etwas einseitig. Ich habe dann mal so getan, als wäre ich fleißig, mich als Student ausgegeben und mit gefeiert.

Sonstiges: Also wie gesagt, eigentlich ein gutes System. Nur haben sie irgendwann den großen Technotanzsaal zugemacht. Ich habe in meiner Rolle als Sensationsbarreporter (heute ist hier nationaler Tag der langen Wörter) natürlich Morgenluft gewittert und mal recherchiert. Es gäbe "Probleme" war die Antwort - was auch immer das heißen soll. Da war es dann auch schon zu Ende mit meiner Karriere Starreporter. Jetzt habt ihr wohl eine spannende Geschichte erwartet, he? War es nicht.
Aber das Ende vom Lied war, dass es viel zu voll wurde. Und ich dadurch irgendwie keine Lust mehr hatte. Außerdem haben sie einfach die elektronische Musik in den anderen Tanzsaal verlegt. Insgesamt war die ganze Bar etwas Anstrengend, was aber auch an der Veranstaltung gelegen haben kann. Da wird auf jeden Fall noch ein zweiter Besuch von Nöten sein um ein besseres Feedback zu geben.
Super war aber die Schnapstheke, die es ja insgesamt dreimal gab. Die hatte verdammt viel Auswahl, war nur leider zu teuer. Daher habe ich die Finger davon gelassen.
Auch echt super war ein Bild auf Öl, das exakt eine Kreuzung vor der Bar dargestellt hat. Dazu gab es einen Beamer, der wohl an irgendeine Kamera vor der Bar angeschlossen hat und immer wenn ein Auto oder Rad oder Fußgänger sich vorbeibewegt hat, diesen auf dem Bild abgebildet hat. Ich bin mir nicht ganz sicher wie das funktioniert hat. Es war aber etwas, dass die Aufmerksamkeit proportional zum Blutalkoholspiegel, in Beschlagnahmung genommen hat.

Fazit: Eine Bar mit viel Potential. Mal sehen wie sie sich bewährt.

PS: Sorry, dass ich keine Bilder habe. Unsere neue Kamera ist echt ein verdammter "PIIIIEEEEEP" Daher ist leider nur das eine Bild halbwegs was geworden. Ich werde noch mal Bilder anhängen wenn ich bessere gemacht habe. Auf dem Bild sieht man einen Teil der Schnapstheke.

Dienstag, 7. Juli 2009

Speight's Gold Medal Ale - Pride of the South -

Hallo mal wieder,
ich war die letzten Tage leider noch in keiner neuen Bar. Das Semester hat noch nicht angefangen und es ist noch nicht so viel los hier. Außerdem war der erste Monat viel zu teuer. Und da ist jeden Abend Kneipe leider nicht drin. Aber Bier gibt es ja auch in Flaschen. Eigentlich wollte ich schon wieder ein Spezialbier beschreiben, aber ich dachte mir, dass ich erst mal über die absolut gängisten Biersorten schreibe. Also quasi die Grundlastkraftwerke aller Bierkonsumenten in Dunedin.
Zumindest auf der Südinsel werden drei Biersorten regelmäßig getrunken:
Speights, Tui, Steinlager. Ich muss gestehen, dass ich davon erst das Speights probiert habe. Das wird auch hier in Dunedin gebraut und nennt sich selbst: "Pride of the South"

Also erst mal dazu etwas:
Art: Amber Ale
Farbe: dunkles Bernstein
Alk.: 4%
Sonstiges: 32 cal/100 ml (da muss man einiges trinken für ein ganzes Schnitzel)

Speights war das einzige Bier, dass ich schon aus Deutschland kannte. Ich habe es mal irgendwo in einem Laden gesehen und fand die Flasche schön. Weil es zu teuer war, habe ich es aber stehen lassen. Ich war also gespannt.
Beim Einschütten habe ich erstmal gedacht: Oh, das wird schön malzig. Es hat so eine echte rotgoldene Farbe. Wie bei den meisten Ales gibt es ja leider euch keine Schaumkrone, also keine die länger als eine Minute hält. Dafür sind die Gläser dann aber auch wirklich Rand voll. Ein echtes Pint also.
Zum Geschmack: Das hat mich echt überrascht. Es ist gar nicht so malzig wie es aussieht. Dem Malz würde ich ganz leichte Karamelnoten geben, ohne dass es süß wird. Beim Hopfen wird es schwierig. Es ist für so ein dunkles Bier tatsächlich etwas hopfig, kann es aber nicht so wirklich beschreiben. Ich hätte es wahrscheinlich eher für ein sehr süffiges Lager gehalten.
Es ist ein waschechtes Partybier. Es hat relativ wenig Alkohol und lässt sich gut trinken ohne dass man nach ein paar davon schon genug hat. Es ist sozusagen das Südinsel-Tannenzäpfle.

Ich schaue, dass ich bis zum Wochenende mal Steinlager und Tui probieren kann.

Samstag, 4. Juli 2009

Pfuispinne

Auf zu ersten Bierreport.
Erst mal vorweg. Eigentlich bin ich ja wirklich positiv überrascht was das Bier hier angeht. Reichlich Auswahl, viele verschiedene Sorten, ein Testerparadies. Es gibt hier sowohl viele Biere aus der deutschen Brautradition, also Lagerbiere. Aber auch viele Ales.

Sooo, aber was es hier kaum gibt ist Weizenbier. Ich habe auch noch nie wirklich ein gutes Weizen außerhalb Deutschlands bekommen. Und wenn ich ganz ehrlich bin - auch wenn es mir etwas schwer fällt das zuzugeben - habe ich noch nie ein wirklich gutes Weizen getrunken, das nicht in Bayern gebraut wurde. Naja mit irgendetwas muss Restdeutschland ja auch für die bayrischen Politiker entschädigt werden.

Aber jetzt wieder Fokus das Bier: Ich war doch sehr überrascht, als ich im Supermarkt ein in Dunedin gebrautes dunkles Hefeweizen gesehen habe. Also natürlich gleich gekauft. Das bin ich meinem Millionenpublikum, dass sich täglich nach neuen Bierinformationen verzehrt, natürlich Schuldig. Also: gespannt zu Hause aufgemacht und... und...: Hmmm, riecht irgendwie komisch.
Probiert: "Ähhh das schmeckt auch irgendwie komisch. Nach Banane und noch irgend etwas.
Dann mal das Label genauer gelesen und was steht da so zu sagen im Kleingedruckten?
"Caramelised Choclolate Bananas". Und so schmeckt das dann auch. Zum Glück ist es nur ein "Limited Release" Bier.

PS: Ich habe mitlerweile auch schon einige echt leckere Biere hier getrunken. Aber zu denen später.

Schottische Kneipe

Robbert Burns Pub

Ab in die nächste Bar. Diesmal nicht irisch sondern schottisch. Robert Burns ist ja so zu sagen der schottische Goethe. Auf den sind sie unglaublich stolz, haben sogar extra einen Feiertag nach ihm benannt. Er hat im schottischen Dialekt geschrieben und ziemlich viel über Trinken und Essen gedichtet. Passt also ganz gut als Namensvetter für ein Pub. Dunedin wurde von schottischen Auswanderern gegründet. Der Name ist das gälische Wort für Edinburgh. So viel aber zum als Vorgeplänkel. Auf zum wichtigen Teil:

Wir wussten, dass es dort heute Livemusik gibt, hatten aber keine Ahnung was. Beim Eintreten große Überraschung. Keine Studentenunterhaltungsband, sondern ein Jazzquartet. Durchschnittsalter ca. 70 Jahre. Kein Witz. Die Band spielte auch sehr gediegenen, ruhigen Jazz, kein Gefuddel. Das war schon mal gut. Einrichtung: Eher etwas bieder, dunkle Holzvertäfelungen und mal wieder Plastiktische und Stühle. Das scheint hier echt Standard zu sein. Wirklich schade.
Das Publikum war etwas älter und definitiv auch gut situiert. Das hat sich dann aber auch auf die Bierpreise ausgewirkt, die alle zirka ein NZ Dollar teurer waren als sonst. Naja. Die Bierauswahl war OK . Sie hatten einige lokale Biere und alle aus Neuseeland. Hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Wieder schade war, dass die Bedienung absolut keinen Plan von Bier hatte. Man kann doch nicht in einer Kneipe arbeiten und kein Bier mögen. Das ist wie eine Stewardess mit Flugangst. Ok, vielleicht war ich da aber auch noch zu verwöhnt von der fachkundigen Belegschaft im Craic. Es gab dafür aber eine ganze Menge Weine zur Auswahl.

Nett fand ich auch dass sie eine ganze Menge Zitate von Burns aushängen hatten. Die Band spielt da übrigens schon seit über 20 Jahren in gleicher Besetzung jeden Donnerstag. Mal schauen wie lange noch...

Fazit: Eigentlich eine recht schöne Kneipe. Ich würde auch noch Mal hingehen, dann aber lieber auf ein Weinchen zum Musikhören. Ist nicht so die Bierkneipe und auch das Zielpublikum ist etwas älter als ich mich zurzeit fühle.


PS: Bilder sind jetzt da. Das im Hintergrund ist übrigens der ehrenwerte Herr Burns.